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Veröffentlicht am 18. April 2017

Jürgen Joachimsthaler über Johannes Bobrowski. Vergleichsweise schmal ist das Werk, das er hinterlassen hat, und doch hat Johannes Bobrowski in den wenigen Jahren seines öffentlichen Wirkens (1959–1965) andere Schriftsteller mit seinem ihm eigenen Tonfall inspiriert und geradezu infiziert wie ansonsten nur Großautoren (zu denen er nie gerechnet wurde) im Range eines Gottfried Benn oder Bertolt Brecht. Für Breitenwirkung, wie sie diesen gegönnt war, war er jedoch nicht geeignet. Die zwei Gedichtbände, die paar Erzählungen und die zwei Romane, die er zu Lebzeiten veröffentlichte, zählen mit zum Schwierigsten und Faszinierendsten, was die deutsche Literatur zu bieten hat.
Sprecherin ist Susanna Bummel-Vohland